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Templiner Zeitung vom 16.05.00: "Ich war schon immer ein schlechter Erfinder" Der Schriftsteller Fritz Rudolf Fries im Prominenten-Porträt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templin (EB/hf). Das 13. Prominentenporträt des Kunstinstitutes BAJA war für die Moderatorin Barbara Richter und das Publikum ein ganz besonderes Ereignis. Fritz Rudolf Fries, Schriftsteller, Übersetzer und Träger verschiedener Literaturpreise, ist seit langem Ehrenmitglied des BAJA-Vereins. "Seinen 65. Geburtstag am kommenden Freitag wollten wir uns zum Anlaß nehmen", so Barbara Richter, "unser Ehrenmitglied und unseren Freund entsprechend zu würdigen." In Spanien geboren Fritz Rudolph Fries wurde 1935 in Bilbao geboren, kam mit 6 Jahren nach Deutschland. Schule und Studium absolvierte er in Leipzig, machte ein Examen als Hispanist und arbeitete einige Jahre als freischaffender Übersetzer und Dolmetscher. Im Jahre 1959 bekam er eine Assistentestelle bei Werner Krauss an der Akademie der Wissenschaften, | die er jedoch wenige Jahre später verlor. Sein erster Roman "Der Weg nach Obliadooh"(1966), der zuerst in Westdeutschland erschien, war dafür "verantwortlich". Fritz Rudolph Fries schrieb weiter, übersetzte moderne spanische Literatur, unter anderem "Rayuela" von Julio Cortázar, Lyrik und Romane von Pablo Neruda. Wie er es schafft, diese wohlklingende Poesie in eine andere Sprache zu bringen, das fragte nicht nur Moderatorin Barbara Richter. Als Holger Dehmelt die Liebessonette von Pablo Neruda vortrug, wurden die Zuhörer besonders still. "Dafür gibt es kein Rezept" so Fritz Rudolph Fries, "aber man muss natürlich immer auf den Klang der Sprache achten." Selbst schreibe er eher selten Gedichte. "Manchmal dichte ich, so als Tagebuchersatz, aber am liebsten schreibe ich Romane - da kann ich mich richtig austoben und vor allem die eigene Weltsicht einbringen". Das meiste sei sowieso autobiografisch, ein schlechter Erfinder wäre er schon immer schon immer |
gewesen. "Wenn ich einen Roman schreibe", so Fries, "dann nehme ich eine Person, die ich kenne, und die schmücke ich dann aus." Die Frage, ob er deshalb denn schon viel Ärger mit lebenden Personen gehabt hätte, verneint er mit der mit der verschmitzten Antwort: "Ich verlasse mich darauf, dass es auch noch genug andere Leser gibt". Ordnung durch Schreiben Er schrieb im Grunde, um Ordnung in sein Leben zu bringen und einen kleinen Beitrag zur Zeitgeschichte zu leisten. Seinen Blickwinkel auf die Welt will er in naher Zukunft etwas genauer in Angriff nehmen, Fritz Rudolph Fries plant seine Memoiren. Die 50er Jahre in Deutschland, sein Umzug von Spanien nach Deutschland, all das verlange niedergeschrieben zu werden. Ein Projekt, das ähnlich dem Prominentenporträt des Kunstinstitutes BAJA ebenso Zuspruch bei seinen Lesern finden sollte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templiner Zeitung vom 03.06.00: 18 Anmeldungen zum Gitarren-Wettbewerb Vom 4. Bis 9. Juli international bekannte Musiker zu Gast | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Templin (EB/ub). Jeweils neun Anmeldungen hat der Verein "Kunstinstitut BAJA e.V." für den diesjährigen großen und kleinen Gitarrenwettbewerb bis jetzt erhalten. Die jugendlichen Teilnehmer des Festivals (4. bis 9. Juli) kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Ungarn, Tschechien, Rumänien und der Ukraine. Der Kinderwettbewerb lockt augenscheinlich am ehesten junge Gitarre-Schüler aus Brandenburg, Berlin und Mecklemburg-Vorpommern. Doch auch aus Baden-Württemberg kommt eine der Anmeldungen. Zum ersten Mal wird das Internationale Gitarrenfest vollkommen ehrenamtlich organisiert. Barbara Richter-Rumstig ist froh, dass die Vereinsmitglieder ihr nur die organisatorische und inhaltliche Vorbereitung überlassen haben. "Um die Finanzierung wollen sich die anderen kümmern. Das entlastet mich sehr", freut sich die künstlerische |
Leiterin des Projekts, wenngleich sie weiß, dass die benötigten Finanzen noch nicht beisammen sind. Im Vertrauen darauf, dass dennoch wieder bestens für alles gesorgt sein wird, haben international bekannte Gitarristen ihre Teilnahme längst zugesagt. Neue Gesichter Neben dem Amerikaner David Tanenbaum, der diesmal die Jury leitet, und Uwe Kropinski, einem der weltbesten Jazzer auf der spanischen Gitarre, lernen die Templiner zwei neue Gesichter kennen. Erwartet werden zu diesem Festival zum ersten Mal Sonja Prunnbauer, Professorin für klassische Gitarre an der Hochschule für Musik in Freiburg, und der Italiener Stefano Cardi, der als ein bekannter Interpret zeitgenössischer aber auch klassischer Gitarrenmusik gilt. | Natürlich werden diese Jury-Mitglieder wieder in Konzerten zu erleben sein und Workshops geben. Wer auch nur ein bisschen Gitarre spielen kann ist herzlich wilkommen, mit David Tanenbaum die Performance "Roosewood" einzustudieren. Anmeldung unter Telefon (03987)2511. Zum ersten Mal soll es auch Konzerte an anderen Orten, so Löwenberg, Gerswalde und Alt Placht geben. Außerdem arbeitet das Kunstinstitut eng mit dem Templiner Kunstverein zusammen, der zur gleichen Zeit zu einem Internationalen Pleinair eingeladen hat. "Die Eröffnung am 4. Juli gestalten wir gemeinsam", so Barbara Richter. Einbezogen in diese Veranstaltung sind wieder Musikschüler der Region, wenn auch in wesentlich kleinerem Maßstab als zu der Zeit, in der das BAJA | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templiner Zeitung vom 28.06.00: Kunstverein und BAJA arbeiten zusammen 8. Internationales Gitarrenfestival und II. Templiner Kunstwochen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templin (EB/U.Buchmann). Internationales Flair und Künstlerprominenz werden der Templiner Kunstverein und der Verein Kunstinstitut BAJA e.V." in der kommenden Woche nach Templin holen. Das Landschaftspleinair Denk-Mal-Natur-Grenzenlos" und der diesjährige Internationale Gitarrenwettbewerb werden am 4.Juli im Multikulturellen Centrum in Templin offiziell zusammen eröffnet. Anliegen und Sorgen gleich Die Kooperation habe sich regelrecht angeboten, wir teilen das gleiche Anliegen und die gleichen Sorgen", so Barbara Richter-Rumstig, künstlerische Leiterin des Kunstinstitutes BAJA e.V. auf einer gestrigen gemeinsamen Pressekonferenz. Er sehe in einer weiteren Zusammenarbeit Chancen, |
die mageren Fördermittel für solche Projekte noch effektiver einzusetzen, meinte der Vorsitzende des Templiner Kunstvereins, Matthias Schilling. Die II. Internationalen Templiner Kunstwochen und das 8. Internationale Gitarrenfestival werden zwar vom Land, vom Kreis und von der Stadt unterstützt, allerdings nicht in der erwarteten Höhe. Obwohl auch zahlreiche private Sponsoren gefunden werden konnten, haben beide Vereine finanzielle Engpässe zu beklagen. Während man im BAJA -Verein noch nicht weiß, wie die Preisgelder von insgesamt 9000 DM aufgebracht werden können, fehlt dem Kunstverein die Finanzierungszusage für ein Buch, in dem die zweiwöchige Arbeit von 20 Künstlern aus Italien, Polen, Portugal und Deutschland in der Uckermark dokumentiert werden soll. Auch durch Kooperation und noch mehr | gegenseitige Gefälligkeiten lasse sich der nötige finanzielle Grundstock für solche Veranstaltungen nicht weiter reduzieren, so Barbara Richter-Rumstig. Roland Resch, Leiter des Naturparks Uckermärkische Seen", gab ihr darin Recht. Ein Mindestbudget ist einfach notwendig, wenn man künstlerische Prominenz in die Provinz locken will", sagte er. Gleichzeitig lobte er den Versuch durch gemeinsame Veranstaltungen Synergieeffekte zu erzielen. Das sei in der Uckermark längst noch nicht üblich. Auch der Naturpark unterstützt beide Projekte. Ein gemeinsamer Aktionstag ist am 8.Juli in Alt Placht geplant. Templins Hauptamtsleiter Mayk Saborosch bedauert, dass die Stadt für die Veranstaltungen nur aus einem sehr knapp bemessenen Kulturtopf" etwas beisteuern kann. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templiner Zeitung vom 07.07.00: Einladung an die, die etwas Gitarre spielen David Tanenbaum studiert Performance ein | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Templin (EB/ub). Einer der am meisten beschäftigten Männer beim diesjährigem Gitarrenfest des Kunstinstituts BAJA e.V. ist David Tanenbaum. Der Weltklasse-Gitarist aus den Vereinigten Staaten hat den Vorsitz der Jury für den Erwachsenen- und den Kinderwettbewerb übernommen. Er gibt in dieser Woche zwei Solo-Konzerte, eins heute in der Löwenberger Kirche und eins am Sonnabend in der Templiner St.-Georgen-Kapelle. Außerdem will er mit allen in der Region verfügbaren Gitarristen eine von Henry Brant komponierte Performance | einstudieren, die er in den USA auch schon uraufführte. Das Stück heißt "Roosewood" und ist für 100 Gitarristen geschrieben worden. "So viele werden wir hier wohl nicht zusammenbekommen", befürchtete Barbara Richter-Rumpstig vom Kunstinstitut BAJA e.V. bei der Eröffnungsveranstaltung des Wettbewerbs. Doch Tanenbaum versichert, das Stück sei ganz unkompliziert, "ich lade jeden ein, der auch nur ein bisschen Gitarre spielen kann, mitzumachen". Die Komposition entstand als Protest gegen die Abholzung von Regenwald, die z.B. | dazu führte, dass brasilianisches Palisander (Roosewood), ein wichtiger Rohstoff für Gitarrenbauer, rar geworden ist. Die erste Probe findet heute von 15 bis 16 Uhr im Neuen Rathaus und die zweite von 18 bis 19 Uhr im Multikulturellen Centrum statt. Aufgeführt werden soll "Roosewood" am Sonntag um 11 Uhr zum Preisträger- und Abschlusskonzert des diesjährigen Templiner Gitarrenfestivals. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Templiner Zeitung vom 08.07.00: Preise im Gitarrenwettbewerb vergeben Mit international renomierten Künstlern besetzte Jury würdigte Leistungen von Kindern und jungen Leuten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Templin (EB/M. Kumkar). Im Sitzungssaal des Rathauses, dort, wo sonst die Stadtverordneten die Geschicke Templins lenken, bestimmten gestern junge Gitarristen die Szenerie. Sie bereiteten sich hier auf den Kinderwettbewerb des Internationalen Gitarrenfestivals des Kunstinstitutes BAJA e.V. vor. Acht Jungen und Mädchen boten der Jury unter Vorsitz von David Tanenbaum und ihren Mitgliedern Stefano Cardi, Uwe Kropinski, Sonja Prunnbauer und Dieter Rumpstig vier Pflichtstücke dar. Zum ersten Mal dabei war die 10-jährige Dorothea Eichhorn aus Eberswalde, die seit vier Jahren Gitarre spielt. Sie war in Begleitung ihrer Lehrerin, ihrer Mutter und ihrer Oma nach Templin gekommen. Sehr aufgeregt sei sie gewesen, "aber ich |
denke, der Vortrag ist mir ganz gut gelungen", so das Mädchen gegenüber TZ. Am Nachmittag wurden dann die Preisträger dieses und des Großen Wettbewerbs, daran nahmen Gitarristen im Alter bis zu 24 Jahren teil, ausgezeichnet. Im Kinderwettbewerb erhielt Barbara Mesch aus Rickenbach den 1. Preis und damit 500 DM. Der 2. Preis (300 DM) ging an Stephanie Ihlenburg aus Berlin. Die Jury vergab zwei dritte Preise (200 DM) an Dorothea Mesch aus Eberswalde und Manu Clayes, der Malon in Belgien angereist war. Besonders gewürdigt wurden außerdem die Leistung von Maja Dietrich aus Berlin für ihre Improvisation. Im Großen Wettbewerb hatte die Jury entschieden zwei erste, | dafür keinen zweiten und dritten Preis zu vergeben. Über den ersten Preis freuten sich Franka Baaske und Christina Altmann (beide aus Weimar). Außerdem wurden zwei Spezial-Preise vergeben. Einen erhielt Thorsten Drücker (Kassel), den anderen Samuel Klemke (Weimar). Überreicht wurden dar über hinaus Gutscheine von Firmen und Präsente der Stadt Templin, die Ursula Heise, stell stellvertretende Bürgermeisterin, übergab. Ein Großteil der Preisträger wird das Abschlusskonzert des Festivals am Sonntag im MKC mitgestalten. Ausdrücklich bedankte sich David Tanenbaum im Namen seiner Kollegen noch einmal bei Barbara Richter-Rumpstig und Dieter Rumpstig für ihre Arbeit bei der Vorbereitung des Gitarrenfestivals. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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