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Pressemitteilung

Vom 02. bis 07. Juli 2002 findet in Templin das 10. Internationale Gitarrenfestival statt.
Veranstalter ist wie in jedem Jahr das Kunstinstitut BAJA e.V. Unter dem Thema „Lateinamerika" finden 11 Konzerte und Veranstaltungen statt. Dazu erwarten wir Künstler aus Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guatemala, Peru, Uruguay, den USA und Deutschland.
Wettbewerbe gibt es in drei verschiedenen Kategorien: bis 12jährige Schüler, bis 14jährige Schüler und bis 24jährige junge Leute. Für die beiden Schülerwettbewerbe haben sich je
sechs Teilnehmer angemeldet, für den „großen" Wettbewerb erwarten wir 13 Teilnehmer aus Belorussland, Deutschland, Ecuador, Finnland, Polen, Rumänien, Tschechien und der Türkei. Es finden außerdem Meisterklassen und Workshops statt.
Das Eröffnungskonzert soll gleichzeitig als Informationsveranstaltung für Publikum und Presse fungieren. Es werden ehemalige Preisträger spielen, die Künstler und Teilnehmer werden einzeln vorgestellt und im 2. Teil spielt das Cuarteto Latinoamericano.
Ich lade also hiermit herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Pressematerial wird dann vorliegen, kann aber auch vorher angefordert werden. (Fotos von Siewers und Tanenbaum über e-mail)

Templin, den 27.05.02 Barbara Richter-Rumstig, künstlerische Leiterin
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Morgen geht das 10.Internationale Gitarrenfest zu Ende
Roberto Aussel aus Argentinien begeisterte rund 50 Zuhörer am Donnerstagabend in der Templiner St.Gearg-Kapelle Nachwuchsmusiker konnten in Meisterklassen Unterricht bei Jury-Mitgliedern nehmen. Hier lässt sich der 11-jährige David Fritz aus Offenbach von Isabel Siewers wertvolle Tipps geben.
Man muss die Musik nur zum Klingen bringen
Viele Teilnehmer schätzen diesjähriges Templiner Gitarren-Festival als das mit der bislang besten Atmosphäre
Sa./So., 6./7. Juli 2002 Templiner Zeitung
Templin. In der Meisterklasse von
David Tanenbaum sitzt auch die ge-
standene Solistin Isabel Siewers und
hört aufmerksam zu.Bei diesem Festi-
vallernen alle von eineinder. Und es
ist,nach 10 Jahren, wohl der Gitarren-
wettbewerb mit der bislang besten At-
mosphäre. Darin sind sich viele lang-
jährige Mitstreiter einig. Markus Höl-
scher, Dolmetscher und "Mädchen
für alles" zum Beispiel findet, dass das
Mehr an Routine vor allem für die jun-
gen Teilnehmer Vorteile hat. "Die
Profis sind für sie immer greifbar, man
kann ständig Fragen stellen, es ist wie
in einer grossen Familie", sagt er.
Ein Grund mit dafür dürfte die Kon-zentration vieler Veranstaltungen im
Ferienhotel sein, dass in diesem Jahr
als Sponsor des Festivals auftritt."Die
Zusammenarbeit ist einfach top",sagt
Barbara Richter-Rumstig, künstleri-
sche Leiterin des Kunstinstitutes BA-
JA. Empfangschefin Karola Hübscch
kann das Kompliment nur zurück ge-
ben. "Alles läuft reibungslos, der Ver-
ein BAJA hat seine Veranstaltungen
sehr gut vorbereitet.

Sternstunden

Im Jubiläumsjahr gehört neben drei
Wettbewerben ein besonders attrakti-
ves Konzert-und Veranstaltungspro-
gramm dazu.
Als eine der Sternstunden dürfte das Konzert mit "FloresNegras" in der Geschichte des 10.Festivals eingehen. " Es stimmte einfach alles", freut sich Barbara Richter-Rumstig über diesen Erfolg in der voll besetzten St.Gearg-Kapelle, wo Juanjo Mosalini aus Argentinien und Vicente Bögeholz
aus Chile die Zuhörer in die Welt des Tangos entführten. Einen absoluten Glücksgriff landetedie Chef-
organisatorin auch, indem sie
den Argentinier Roberto Aussel nach
Templin einliud. Es gab am Donners-
tagabend eine atemberaubende Vor-
stellung davon, wie anmutig fliessend
eine Gitarre klingen kann.Einer der
Höhepunkte seines Konzerts waren
fünf von Astor Piazolla speziell für
Aussel komponierte Gitarrenstücke.
Das Motto "Lateinamerika" zieht
sich durch das diesjährige Festival,
auch die Teilnehmer der drei Wettbe-
werbe hatten es zu bedienen dass dies-
mal ein junger Künstler aus Osteuro-
pa mi9t zu den Gewinnern eines Preis-
geldes gehört, freut sich Barbara
Richter besonders.
Schliesslich erfüllt der Wettbewerb für junge Musiker auch eine zoziale Funktion.

Dem Jurymitglied Uwe Kropinski
gefällt inhaltlich besonders, dass we-
nigstens die Jüngeren wieder zum Im-
provisieren aufgefordert wurden. Er
ist bekanntlich ein Meister darin, wie
gestern Abend in seinem Konzert er-
neut zu hören war. Jeder, der auch nur
ein ganz klein wenig Musik machen
kann, darf übrings an dem von Kro-
pinski einstudierten Abschlusskon-
zert mitwirken, das er nach einer Idee
von Ernst Jandl speziell für das Festi-
val entwickelte. (Proben heute um
12.30 Uhr und morgen um 9 Uhr im
Ferienhotel). Vom Festival angezo-
gen fühlen sich auch junge Gitarris-
ten, die nicht am Wezzbewerb teilnah-
men. Der 16-jährige Julius Helm aus
Berlin ist vor allem wegen David Ta-
nenbaum nach Templin gekommen,
der ihm schon einmal wertvolle Meis-
tertipps für sein Spiel gegeben hat.
Gleiches boten die anderen Jurymit-
glieder. Wie man ein gutes Gefühl für
Rhythmus oder Melodiefolgen be-
kommt, vermittelte Uwe Kropinski in
einem Improvisations-Workshop.
Dort fiel auch der bedenkenswerte
Satz: " Die Musik ist irgendwo da, wir
müssen sie nur zum Klingen bringen."
Viele junge Gitarristen dürften der
Meisterschaft darin in Templin wieder
ein Stück näher gekommen sein.
+UNSERE AKTUELLE UMFRAGE+UNSERE AKTUELLE UMFRAGE+
Was verleiht dem Templiner Wettbewerb seinen Reiz?
David Tanenbaum (USA).
Es ist grossartig,wenn einFesti-
val auch Kindern die Möglich-
keit bietet, sich zu profilieren.
Die Kleinen können lernen
und wir helfen ihnen dabei. Da-
zu kommt, dass in Templin viel
Wert auf zeitgenössische Mu-
sik gelegt wird-nicht wie meist
auf Klassik. Das ist für das An-
sehen der Musik wichtig
Roberto Aussel(Argenti-
nien).
Ich gehöre zum ersten
Mal zur Jury und weiss schon
jetzt, dass ich gerne wiederkom-
me. Es ist interessant, wie jun-
ge Generationen Musik inter-
pretieren und vortragen. Ich
spiele seit viezig Jahren Gitar-
re und finde, es ist wichtig das
Potential zu entdecken, nicht
die momentane Leistung
Isabel Siewers (Argenti-
nien).
Nach mehrjähriger Teil-
nahme hängt mein Herz an die-
sem Festival, nicht zuletzt we-
gen der Arbeit mit Kindern.
Trotz des Wettbewerbes und
ei-nem hohen Leistungsniveau
herrscht eine familiäre Atmo-
sphäre. Auch die Arbeit in der
Jury ist angenehm, wir haben
ähnliche Ansprüche.
Uwe Kropinski ( Deutsch-
land)
Als früherer Schüler von
Dieter Rumstig bin ich gern da-
bei. Es ist eine Art Herausfor-
derung mit Leuten unterschied-
lichen Alters und verschiede-
ner Leistungsebenen zu arbei-
ten. Beim Wettbewerb ist es oft
schwierig eine Entscheidung zu
treffen. Da kommt es auf den
Gesamteindruck an.
Dieter Rumstig(Kunstinsti-
tut BAJA).
Die Gitarre war so-
zusagen mein Leben und ist
jetzt die Verbindung zur Ju-
gend. Bei dem Festival sind
mehr als zehn Nationen vertre-
ten. Das sorgt für internationa-
les Flair. Alle Teilnehmer spie-
len auf hohem Niveau. Aber
bei soviel Prominenz in der Ju-
ry fällt die Wertung leichter.
Templiner Zeitung vom 09.07.2002
Gitarrenfestival erregt Aufsehen
11 Veranstaltungen in sechs Tagen absolviert- 1.Preis für Otto Tolonen
Templin. Mit einem gut besuchten Abschlusskonzert ging das 10.Interna-tionale Gitarrenfestival desKunstinsti-tuts BAJA zu Ende.
Es fanden an sechs Tagen 11Veran-staltungen, drei Wettbewerbe, zwei Workshops und Meisterkurse bei den Professoren Isabel Siewers(Argenti-
nien, Professur am Mozarteum Salz-burg), David Tanenbaum (USA,Pro-fessur an der Hochschule für Musik
San Franzisko)und Prof. Roberto Aussel (Argentinien, Professur an der Hochschule für Musik Köln) statt. Die Zusammensetzung der Jury, zu der au-ßer den bereits genannten noch Uwe Kropinski und Dieter Rumstig gehör-
ten, wurde von allen Beteiligten als einmalig hochkarätig und ideal in der Zusammensetzung empfunden Die.
Konzerte waren durchweg von sehr hoher Qualität und trotz der terminli-
chen Dichte bis auf zwei Ausnahmen
gut besucht.

Niveau niedriger

Das Niveau der beiden Schülerwett-bewerbe war in diesem Jahr im Ver-
gleich zu den vergangenen niedriger.
Im Wettbewerb für bis 12-Jährige gab
es einen 2. Preis (Jonas Wagner aus Schweigen-Rechenbach. Rheinland-Pfalz) und zwei Anerkennungspreise (Max Gervink aus Frankfurt/Main
und Sebastian Schinkel aus Jüterbog).
Im Wettbewerb der bis 14-Jährigen errang Dorothea Eichhorn aus Ebers-walde den 2. Preis und Tabea Hand-
rick aus Lambrechtshagen (MV) den

3. Preis. Einen Anerkennungspreis be-kam Anna Christoph aus Eberswalde. Das Niveau des Wettbewerbs der jun-gen Erwachsenen ( bis 24 Jahre) war außerordentlich hoch. Otto Tolonen aus Finnland wurde der 1. Preis zuer-kannt, Samuel Klemke aus Deutsch-land bekam den 2. Preis und Jan Skry-han aus Weißrußland belegte den 3. Platz.
Das Gitarrenfestival erregt vor al-
lem im Ausland wegen seiner Struk-
tur und seiner Inhalte immer mehr Aufsehen.
Die Zusammenarbeit mit dem Feri-
enhotel Templin war ausgezeichnet.
Der Leiter der Jury, David Tanen-
baum (USA) wurde wegen seiner Verdienste um die Stadt Templin vom Bürgermeister ausgezeichnet.
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