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Franz Schubert
„Die schöne Müllerin"
D. 795 op.25 1-20
Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller


Johannes Sterkel (Bariton) Wien
Prof.Leopoldo Saracino (Guitarre) Milano


Veranstaltungsdauer: 65 Minuten ohne Pause
"Die schöne Müllerin" ist Franz Schuberts erster Liederzyklus, dem später noch die
" Winterreise" und "Schwanengesang" folgten.

Erzählt wird die Geschichte vom wandernden Müllersburschen, der sich - auf seiner Reise dem Bach folgend - in eine schöne Müllerstocher verliebt, dessen Werben jedoch ohne Resonanz bleibt. Verzweifelt ertränkt sich der junge Mann im Bach. Schuberts Musik macht aus dieser auf den ersten Blick naiv erscheinenden Geschichte, der Wilhelm Müller in seinem Gedichtzyklus Gestalt verliehen hat, ein hochartifizielles Seelendrama, das die zutiesft romantische Idee einer im Leben letztlich nicht erfüllbaren Sehnsucht des Menschen thematisiert.
Am 17. Februar 1824 wurde das Werk "Die schöne Müllerin" (Ein Zyklus von
Liedern, gedichtet von W. Müller , für eine Singstimme in Musik gesetzt mit
Klavierbegleitung von Franz Schubert) bereits als im Druck erschienen angekündigt;
es ist dem Musikliebhaber und Sänger Karl Freiherrn v. Schönstein gewidmet. Ein heisser
Wunsch des Dichters war damit in Erfüllung gegangen.
Biografien der Künstler:
 
Johannes Sterkel
Kammersänger Prof. Johannes Sterkel studierte zuerst Theologie und Philosophie und absolvierte
dann sein Musik- und Gesangsstudium in Hamburg, München und Wien.

Danach folgten Engagements an Opernbühnen in Deutschland, Österreich, Schweden, Frankreich,
Dänemark u. Holland. Liederabende und Konzerte führen den „Baritone di grazia" alljährlich als Gast zu
Musikfestspielen und in die wichtigsten Konzertsäle Europas und Übersee wie z.B. nach England,
Russland, Österreich, Deutschland, Japan, Ungarn, Norwegen und Frankreich. CD-Aufnahmen, Rundfunk,
Fernseh- und Konzertaufzeichnungen bei 3Sat., BBC, ORF, NHK und ORB dokumentieren ebenfalls die künstlerische
Tätigkeit des Sängers. Sein umfangreiches Repertoire ist ebenso beachtlich wie facettenreich und reicht vom
klassischen Kunstlied über die Oper, Operette und Musical, bis hin zum Couplet von Johann Nestroy oder Otto Reutter.

Dass allerdings der Liedgesang seine große Liebe ist und, dass er, wie nur wenige Sänger seiner Generation,
sich als Liedsänger einen Namen gemacht hat, beweisen die künstlerischen Erfolge auf diesem Gebiet.
Neben Beethoven, Schubert, Schumann, Wolf, Mahler und Strauss steht vor allem der Komponist Carl Loewe
und sein großes Werk im Vordergrund seines Wirkens. Seit vielen Jahren setzt sich Johannes Sterkel für diesen
Komponisten ein und ihm ist es auch zu verdanken, dass Loewes Werke, nicht nur seine Lieder und Balladen,
sondern auch seine Oratorien, Klavierwerke und Kammermusik, Sinfonien und Chorwerke wieder internationale
Annerkennung finden und aufgeführt werden. Anlässlich des Carl-Loewe -Jahres 1996 (200.Geburtstag) unternahm
er eine durch Medien und Publikum vielbeachtete Konzertreise „Auf den Spuren von Carl Loewe" durch 30 europäische
Städte, in denen der Komponist in den Jahren 1836 -1842 konzertierte.
In Wien schätzt man den imposanten, 1, 97m großen Bariton, gleichzeitig als exzellenten Interpreten des von ihm
geliebten typischen Wienerliedes und als Schubertsänger.

Neben seiner Tätigkeit als Sänger widmet er sich auch als Lehrer bei internationalen Meisterkursen dem Nachwuchs,
im Bereich Ballade und Liedgesang. 2003 wird er mit Jürgen Zartmann und Stefan Haill die CD Edition
"Auf den Spuren von Carl Loewe" auf Tonträger produzieren.
 
Leopoldo Saracino wurde 1965 in Mailand (Italien) geboren und gehört heute zu den besten Gitarristen
Italiens. Er studierte am Mailänder Konservatorium "Giuseppe Verdi". Anschließend (1989/91/92) nahm er an den
"Wiener Meisterkursen" im Internationalen Wiener Musikseminar teil. Ende der achtziger Jahre konnte er bei
zahlreichen Wettbewerben Preise erzielen. 1985 gewann der Musiker den 1. Preis beim Wettbewerb "Zeitgenössische
Musik für Gitarre" in Lagonegro (Italien), drei Jahre später wurde er 2. Preisträger beim Wettbewerb
"Mauro Giuliani" in Bari.1990 ging er als Sieger aus dem Gitarrenwettbewerb des "Scandinavian Guitar Festival" hervor.
Bereits mit 14 Jahren begann Leopoldo Saracino seine Konzertauftritte in ganz Italien, in der Schweiz, Finnland,
Griechenland, Kanada und Deutschland.

Die italienische Gitarrenmusik des frühen 19. Jahrhunderts stellt einen wichtigen Schwerpunkt seines
Repertoires dar. Auf seinem Originalinstrument des berühmten italienischen Gitarrenbauers Louis Panormo
(ca. 1820) gibt er regelmäßig Soloabende mit Musik von Paganini, Mauro Giuliani, Ferdinando Carulli oder Luigi Legnani.
Im Repertoire des Gitarristen finden sich auch viele Werke des 20.Jahrhunderts, unter anderem von
Hans Werner Henze, Michael Tippett, Toru Takemitsu und Goffredo Petrassi. Als Konzertsolist spielte Leopoldo
Saracino unter dem Dirigenten Daniele Gatti. Zahlreiche Rundfunk und CD - Aufnahmen verraten das überragende
Talent des Künstlers. Seine in der Welt einmalige Aufnahme der gesamten Werke für Gitarre und Fortepiano von
Ferdinando Carulli (8 CDs) gemeinsam mit Massimo Palumbo wurde mehrfach ausgezeichnet.
Seit 1994 hat Leopoldo Saracino eine Professur am Konservatorium in Monopoli. Er ist freier Mitarbeiter des
Orchesters der Mailänder Scala. Seit 2001 konzertiert er mit dem bekannten österr. Bariton Johannes Sterkel
u.a. mit Franz Schuberts Liederzyklus "Die schöne Müllerin" und "Lieder der Romantik für Bariton und Gitarre".