14. Internationales
Gitarrenfestival
des Kunstinstituts BAJA
in Templin
19. bis 22. April 2007

Gesamtprogramm
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Wolfgang Praxmarer
Programmfolge

1.Teil

(auf einer historischen Gitarre von Johann Georg Stauffer, Wien um 1815)

Mauro Giuliani (1781-1829)

Rondo op. 17 A-Dur

Leonhard von Call (1788-1815)

Sieben ausgewählte Stücke

Andantino
Adagio
Menuetto - Trio
Andante
Andantino
Menuetto - Trio
Andantino

Fernando Sor (1778-1839)

Les Adieux


2. Teil

(auf einer Renaissance-Gitarre)

Adrian le Roy & Robert Ballard
(aus cinque livres de guitarre 1551-1555)

Fantasie I - VII
Branle I - VII

Das Spiel von Wolfgang Praxmarer auf historischen Instrumenten eröffnet ungewohnte klangliche und musikalische Erlebnisse.
Wenn er spielt, habe ich den Eindruck, mir bekannte Musik auf neue Weise zu entdecken.
Der Klang seines Spiels und seine Interpretationen haben eine eindeutige Hinwendung zum Musikalischen, also der eigentlichen Aufgabe eines Interpreten.

Die Kompositionen von Leonhard von Call, Fernando Sor und Mauro Giuliani gehören zu der so genannten „klassischen Epoche" auf der Gitarre.
Es war Salonmusik, Musik, die von gebildeten Schichten gehört und oft auch von Liebhabern in Salons gespielt wurde. Sie sollte unterhalten und zu Unterhaltungen, (im wörtlichen Sinne) anregen.

Die Fantasie und der Branle sind musikalische und tänzerische Formen des
16. Jahrhunderts.
Der Branle ist ein Tanz mit vielgestaltigem Charakter. Die Tänzer bilden eine Kette und die Füße werden seitwärts gesetzt.
Die Fantasie ist eine ausgeweitete musikalische Form, die sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt und erhalten hat. Ihren Ursprung hat sie in Spanien.
Robert Ballard (gest. wahrscheinlich 1588 in Paris) und Adrian le Roy lebten in Montreuil, waren entfernt verwandt und gründeten zusammen eine Notendruckerei.
Diesem Umstand haben wir zu verdanken, dass von ihnen viele gedruckte Tabulaturen überliefert sind.

Dieter Rumstig

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