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Programmfolge Giovanni Zamboni (1674 - ?) Suite in la minor Prelude Allemande Sarabande Gavotte Gigue Domenico Scarlatti (1637-1707) Six sonates Silvius Leopold Weiss (1686-1750) Sonate (Dresden Nr 5) Prelude Allemande Courante Bourrèe Menuet I Sarabande Menuet II Gigue Pause Astor Piazolla (1921-1992) Cinco piezas para guitarra (Roberto Aussel gewidmet) Campero Romàntico Compadre Tristòn Acentuado Atahualpa Yupanqui (1908-1992) Trois pièces du folklore argentin -Lloran las ramas del viento (Vidala) -Canciones del abuelo II (Estilo) -Melodia del adios (Cancion) Alberto Ginastera (1916-1983) Sonata op. 47 Esordio Scherzo Canto Finale Giovanni Zamboni wurde in Rom geboren. Von ihm ist lediglich überliefert, dass er als Kirchenmusiker in der Chiesa Primaziale in Pisa Dienst tat und ein versierter Spieler vieler unterschiedlicher Instrumente, darunter auch Laute, Theorbe und Chitarra, war. Domenico Scarlatti, in Neapel geboren und in Madrid gestorben, war Sohn des nicht weniger bekannten und in Neapel sehr angesehenen Alessandro Scarlatti. Er unterrichtete den Bruder des Königs von Portugal und vor allem dessen Tochter, die Infantin Maria Barbara. Für sie sind offenbar fast alle 555 Cembalo-Sonaten komponiert, von denen heute sechs in der Bearbeitung für Gitarre zu hören sind. Silvius Leopold Weiß gilt noch heute als der größte Lautenist der Welt. Er wurde in Breslau geboren und starb in Dresden, lebte aber auch ca 8 Jahre in Italien. Johann Sebastian Bach zählte zu seinen Bewunderern. Seine Kompositionen stellen hohe Anforderungen an die Fertigkeiten des Spielers. Das Leben Astor Piazollas war vom Tango bestimmt. In Argentinien geboren, lebte er auch längere Zeit in New York und in Paris, wo er Stipendiat des Konservatoriums war und u.a. bei Nadia Boulanger Komposition studierte. Er entwickelte den Tango zur Kunstform und wurde mit seinem Bandoneon weltberühmt. Viele seiner Tangos wurden für Gitarre bearbeitet; seine einzigen Originalkompositionen für Gitarre - Cinco piezas - widmete er seinem Landsmann Roberto Aussel. Atahualpa Yupanqui, ebenfalls Argentinier, befasste sich auch mit der Folklore des Landes. Seine Liebe galt den Milongas, die er aber eher sammelte als weiterentwickelte. Er erforschte auf dem Rücken eines Esels die alten einheimischen Kulturen um unter allen möglichen Liedern das schönste, das tiefergehendste, älteste auszuwählen" (Zitat Alfredo Zitarrosa) Alberto Ginastera ist der wohl bekannteste argentinische Komponist mit auf hoher Ebene stilisierter Folklore, stößt aber in einigen >absoluten< Werken zur Allgemeingültigkeit vor" (Zitat MGG) Die Sonata op. 47 ist sein einziges Originalwerk für Gitarre. | |
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In La Plata (Argentinien) geboren, beginnt Roberto Aussel im Alter von sieben Jahren mit dem Studium der Gitarre. Seine Begegnung mit Jorge Martinez Zarate, der zur Elite der südamerikanischen Schule zählt, im Konservatorium Juan Jose Castro von Buenos Aires ist ein wichtiger Schritt, sich dem Studium der zeitgenössischen Gitarre zuzuwenden und auf die internationale Szene vorzubereiten. Von 1972 bis 1976 bestätigt sich seine Begabung durch den Gewinn bedeutender internationaler Wettbewerbe: - Internationaler Gitarrenwettbewerb von Radio France in Paris 1975 - Internationaler Gitarrenwettbewerb von Porto Alegre (Brasilien) 1975 -Internationaler Gitarrenwettbewerb Alirio Diaz in Caracas (Venezuela) 1976. Es begann eine steile Karriere und seine internationale Bekanntheit als Konzertgitarrist erregt in zunehmendem Maße das Interesse der Musikerkreise wie auch des Konzertpublikums. Er gibt regelmäßig Konzerte in zahlreichen großen Städten Europas, Lateinamerikas, Japans, Chinas und der Vereinigten Staaten. Auch hatte er gemeinsame Auftritte z.B. mit dem Nouvel Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre Colonne de Paris, dem Orchestre National de Lyon, dem Orchester des BBC in London und der Philharmonie von Buenos Aires. Zutiefst der zeitgenössischen Musik zugeneigt, widmet ihr Roberto Aussel einen großen Teil seiner Aktivitäten. Er gehörte 1979 dem "Ensemble Intercontemporain" (Atelier Hans Zender) sowie 1982 und 1983 der Gruppe "Atelier Echange" an. 1999 tritt er dem "Atelier de Recherche de Création et d'Enseignement de la Musique Actuelle" (ARCEMA) bei. Er arbeitete mit zahlreichen Komponisten zusammen und viele, wie Marius Constant, Francis Kleynjans, Francis Schwartz und Jose Luis Campana haben speziell für ihn komponiert. Astor Piazzolla hat 1981 seine ersten 5 Gitarrenstücke für ihn geschrieben und noch im gleichen Jahr spielte Aussel in der UNESCO die Uraufführung. Roberto Aussel ist seit 1994 ordentlicher Professor an der Musikhochschule Köln in Deutschland und ist als Herausgeber von Gitarreliteratur beim Verleger Henry Lemoine tätig. | |